Bruststraffung (Mastopexie)

Operationsprinzip

Eine Straffung der Brust wird bei jenen Frauen in Betracht gezogen, deren Brüste im Laufe der Jahre an Elastizität und Spannkraft verloren haben und „hängen“. Der natürliche Alterungsprozess wird durch Schwangerschaft und Gewichtsabnahme begünstigt; ausserdem spielt die Veranlagung zur Hauterschlaffung eine Rolle.

Bei der Bruststraffung wird die tiefer getretene Brustwarze auf die normale Höhe angehoben und die erschlaffte Haut entfernt. Im Gegensatz zu einer Brustverkleinerung wird das Drüsengewebe nicht entfernt, sondern neu geformt. Gelegentlich äussern Frauen den Wunsch nach einem grösseren Brustvolumen; hier kann die Bruststraffung mit einer Implantateinlage kombiniert werden.

Der Eingriff ist altersunabhängig; als Voraussetzung gilt jedoch, dass das Körperwachstum abgeschlossen und die Brüste voll entwickelt sind (in der Regel ab dem 18. Altersjahr). Die technischen Varianten sind ähnlich wie bei der Brustverkleinerung: Bei grossem Hautüberschuss wird die klassische Technik mit der sogenannten Ankernarbe (invertierte T-Narbe) angewendet; bei jüngeren Frauen eignet sich die narbensparende Technik mit gerader Narbe. Gelegentlich kann die Bruststraffung allein auch durch einen Schnitt um die Brustwarze vorgenommen werden (sogenannte periareoläre Mastopexie).


OP-Dauer

2-3 Stunden.


Anästhesie

Allgemeinnarkose.


Aufenthalt

1-2 Nächte.


Verlauf

Der erste Verbandwechsel und das Entfernen der Drainagen werden nach 1-2 Tagen durchgeführt, danach bleiben die Narben für einen Monat mit Pflaster verklebt. In diesem Monat muss Tag und Nacht ein Sport-BH getragen werden, danach lediglich bei sportlicher Aktivität. Üblicherweise wird selbstauflösendes Nahtmaterial verwendet, sodass sich eine Fadenentfernung erübrigt.


Risiken

Nachblutung, Wundheilungsstörung, Infekt, Narbenprobleme (wulstförmige Narben, je nach individueller Veranlagung) und Sensibilitätsstörungen im Brustwarzenbereich, die aber meist reversibel sind.


Auszeit

Arbeit: 1-2 Wochen (Büro). Körperlich anstrengende Aktivität/Sport: 4 Wochen- Vermeiden starker Sonneneinstrahlung oder Kälteeinwirkung für 6-8 Wochen. Das Endresultat ist nach 6-12 Monaten zu erwarten.


Resultat

Mindestens 10 Jahre, meist aber permanent: Mit einer Bruststraffung werden Größe und Form der Brüste dauerhaft verändert. Der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft werden sich jedoch im Verlaufe der Jahre auf die Form der Brüste auswirken. In diesem Fall kann ein erneuter Eingriff dazu beitragen, das Aussehen der Brüste wieder zu verjüngen.


Ansprechpartner
Dr. med. Andreas Tschopp
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Dr. med. David Kiermeir
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Prof. Dr. Daniel F. Kalbermatten
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