Liposuktion (Fettabsaugung)

Operationsprinzip

An bestimmten Stellen des Körpers liegen Depots von Speicherfett, deren Ursache genetisch festgelegt ist und die kaum durch Diät und Sport abgebaut werden können. Die typischen Stellen finden sich aussen (sogenannte «Reithosen») und innen an den Oberschenkeln , am Bauch und an den Flanken («Love handles»). Durch Liposuktion werden die Fettzellen aus dem tiefen Fettgewebskompartiment dauerhaft entfernt. Damit wird die Körperkontur beziehungsweise die Silhouette korrigiert; das Gewicht wird jedoch nicht reduziert. Voraussetzung für eine Liposuktion ist eine gute Hautelastizität.

Beim Eingriff erfolgt der Zugang über 3mm lange Schnitte in der Nähe der Problemzonen. Das Fettgewebe wird mit einer Lösung aus einem Lokalanästhetikum mit Adrenalinzusatz gefüllt (sog. Tumeszenz-Technik). Dies ermöglicht eine schmerzfreie Liposuktion und vermindert den Blutverlust wie auch die Entstehung von postoperativen blauen Flecken. Die Absaugung des Depotfetts erfolgt mit feinen Kanülen (3-4mm Durchmesser). Mithilfe eines Liposuktionsgerätes mit oszillierender Kanülenspitze (sog. Power-assisted Lipoplasty) lässt sich das Fettgewebe besser durchdringen und so präziser formen. Neben den erwähnten Regionen wird die Liposuktion auch zur Korrektur folgender Problemzonen eingesetzt: Knie, Unterschenkel, Doppelkinn, Hals, Nacken, männliche Brustvergrösserung, Oberarme, u.a.m.


OP-Dauer

1-3 h (je nach Ausdehnung/Ausmass).


Anästhesie

Lokalanästhesie mit Sedation („Dämmerschlaf“), Regionalanästhesie (Spinal-/Peridural) oder Allgemeinnarkose (je nach Ausmass und Wunsch der Patientin.


Aufenthalt

Meist Tagesklinik (Operation und Aufwachraum, Austritt am gleichen Tag); bei ausgedehnten Liposuktionen stationär.


Verlauf

Durch Verwendung eines lange wirksamen Lokalanästhetikums in der Tumeszenz-Lösung tritt die Schmerzempfindung erst nach 12-24 Stunden wieder ein. Es sind leichte Schmerzen (ähnlich einem Muskelkater oder einem Brennen), welche mit gängigen Schmerzmitteln gut zu ertragen sind. Die Kompressionshose wird permanent für eine Woche getragen. Bei der ersten Nachkontrolle der Fettabsaugung zeigen sich noch Schwellungen und blaue Flecken, die Konturkorrektur ist jedoch bereits sichtbar. 4 Wochen lang muss die Kompressionsbekleidung Tag und Nacht getragen werden, in der Regel haben sich bis dahin die Schwellung und blauen Flecken zurückgebildet. Das definitive Resultat ist erst 6-12 Monate nach der Operation erreicht, da sich bis dahin durch die Vernarbung im Fettgewebe die Form und das Gewebe noch festigen können.


Risiken

Cellulite (Orangenhaut) lässt sich nicht korrigieren. Asymmetrie, Wellen und Dellen: in 5-10% der Fälle sind Nachkorrekturen erforderlich. Selten sind Nachblutung, Serom (Ansammlung von Gewebeflüssigkeit, die abpunktiert werden muss), Narbenproblem, Kreislaufprobleme durch Flüssigkeitsüberlastung, Infektion.


Auszeit

Arbeit: 1-2 Wochen (Büro). Körperlich anstrengende Aktivität: 2-3 Wochen. Endresultat: nach 6-12 Monaten.


Resultat

Permanent. Bei allfälliger späterer Gewichtszunahme verteilt sich das Volumen gleichmässig auf den ganzen Körper und sammelt sich nicht isoliert in den ehemaligen Problemzonen an.


Vorher-/Nachher

Ansprechpartner
Dr. med. Andreas Tschopp
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Kontaktformular
Dr. med. David Kiermeir
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Prof. Dr. Daniel F. Kalbermatten
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