«Eine Operation ist nicht wie Photoshop»

Tagesanzeiger | vom 16.01.2021
«Eine Operation ist nicht wie Photoshop»
Zum Beitrag (Tagesanzeiger)

Cynthia Wolfensberger, 60, bezeichnet sich als «kreative Bastlerin» – ihr Beruf habe durchaus mit dieser Leidenschaft zu tun. Die Umhängetasche aus Hirschleder, samt Einschussloch, hat sie selbst gefertigt, ebenso die lederne Schutzmaske mit eingestanzten Luftlöchern – unweigerlich kommt einem Hannibal Lecter, der Serienmörder aus «Das Schweigen der Lämmer», in den Sinn. Die Ärztin empfängt in den schicken Räumlichkeiten der Pallas Klinik hoch über den Dächern von Zürich.


Diese Hannibal-Lecter-Maske ziehen Sie wohl kaum zum Operieren an, oder?
Nein, ich trage sie vor allem, wenn ich am Samstag einkaufen gehe. Die Maske ist schon «es bitzeli gfürchig», da halten die Leute automatisch mehr Abstand.

Seit Oktober leiten Sie zusätzlich zur eigenen Praxis die Pallas Klinik im Jelmoli. Warum dieser Schritt?
Mit 60 etwas Neues auszuprobieren, hat mich gereizt. Ich arbeite hier mit vier Ärztinnen und einem Arzt zusammen, die ich dank meiner langjährigen Erfahrung coachen kann – ich bin der Chef (lacht). Meine Hauptaufgabe ist es, die ästhetisch-plastische Chirurgie auszubauen. Ich werde aber weiterhin selbst operieren, ausser Nasen, Nasen mache ich keine.

Warum keine Nasen?
Nasen sind nicht meine Stärke. Kommt dazu, dass es eine grosse Herausforderung ist, allen Wünschen der Patienten Rechnung zu tragen. Sie sind total auf ihre Nase fixiert, wissen genau, wie sie nach der Operation aussehen soll.

Macht die falsche Nase speziell unglücklich?
Es ist drängender für den Patienten. Sie ist mitten im Gesicht, immer zuvorderst – man kann sie nicht verstecken.

Was ist denn Ihre Stärke?
Am allerbesten bin ich mit Hautkrebspatienten, vor allem, wenn ich ihnen im Gesicht etwas entfernen muss. Meine Gabe ist es, sie pausenlos durch die OP zu schwatzen, sodass sie entspannen und keine Angst mehr haben. Ich rede über alles Mögliche, was gerade im Radio läuft, über Politik oder meine Katzen. Je besser ich den Patienten unterhalte, desto entspannter ist er.

Wie lief das Geschäft über die Feiertage?
Super! Noch am 31. Dezember kamen Kundinnen, die sich mit Botox und Filler behandeln lassen wollten. Und verblüffend viele Leute baten um einen Termin für einen Eingriff vor Ende des Slowdown am 22. Januar. Offenbar haben viele während Corona etwas Geld gespart, sind in Kurzarbeit und nutzen die freie Zeit für einen ästhetischen Eingriff.

Neben Maskenherstellern und Lieferdiensten würden Schönheitschirurgen zu den Gewinnern der Pandemie zählen, schrieb die «Süddeutsche-Zeitung». Sehen Sie das auch so?
Das finde ich etwas übertrieben. Von März bis September war absolute Flaute – deshalb habe ich so viel gebastelt wie noch nie, Taschen, Schuhe für mich, Schlüsselanhänger. Bei den Lederarbeiten habe ich dummerweise auch den Esszimmertisch gestanzt… Seit Corona haben sich die Wünsche verändert: Das Gesicht steht im Fokus. Schlupflider, Tränensäcke oder Doppelkinn laufen sehr gut – vielleicht auch, weil einem dies während der Videositzungen besonders aufgefallen ist. Corona hat aber auch den Vorteil, dass man allfällige «Bläuele» unter der Maske verbergen oder im Homeoffice auch mal die Kamera ausschalten kann.

Was wird während der Pandemie weniger verlangt?
Ich habe weniger Brustvergrösserungen gemacht. Und mit dem Aufspritzen der Lippen warten die Kundinnen etwas länger zu. Dafür wollen jetzt viele die Corona-Pfunde loswerden, durch Fettabsaugen oder Kältebehandlung, das heisst Einfrieren der Fettzellen.

Man könnte ja auch eine Diät machen.
Schauen Sie doch mich an! Eine Diät funktioniert einfach nicht immer. Viele Frauen verlieren erst Busen, dann Hintern – aber der Bauch ist immer noch da. Wenn jemand unter dem Doppelkinn leidet, wenn die Love-Handles oder die Croissants über den Knien stören, dann mache ich das weg.

Worauf achten Sie bei einer Frau, bei einem Mann als Erstes?
Bei beiden auf die Haltung, die Körperspannung, den Gang. Und aufs Positive im Gesicht. Ich finde es stets eigenartig, wenn jemand neu in meine Praxis kommt und fragt: Was könnte man mit meinem Gesicht machen? Machen kann man vieles – es geht aber einzig darum, welche konkrete Veränderung sich die Kundin wünscht, und wie ich das in die Wege leiten kann.

Wer ist Ihre Kundschaft?
Vor allem Frauen, die sich seit Jahren über etwas nerven und dieses Problem nun behandeln lassen wollen. Dann reden wir, und ich kläre sie auf: über die Dauer im Spital, Schmerzen und allfällige Komplikationen, über die Kosten und das bestmögliche Resultat. Viele Frauen sind dann zufrieden, denn sie wissen: Es ist machbar.

Was haben Sie zuletzt verschönert?
Gerade hatte ich eine Frau in der Sprechstunde, die sich am Gesäss Fett absaugen liess, aber unzufrieden ist mit dem Resultat. Sie findet, der Arzt habe ihr zu viel Fett abgesaugt. Mein Rat: Es ist enorm wichtig, dass man exakt kommuniziert, welches Ziel man hat. Denn heute gibt es kein fixes Schönheitsideal mehr. Ob ein breiter Kim-Kardashian-Hintern oder die schmale Sportlerinnenfigur – alles ist irgendwo angesagt.

Erinnern Sie sich an Ihre erste Schönheitsoperation, was war vor 20 Jahren in Mode?
Das war bestimmt eine Brustvergrösserung. Damals war die Brustvergrösserung massentauglich geworden, auch die Verkäuferin sparte für einen üppigen Busen. Eine schöne Sache, einfach zu operieren, heilt relativ rasch.

Nach wie vor werden weltweit am meisten Brustvergrösserungen vorgenommen, gefolgt von Fettabsaugen und der Korrektur von Augenlidern.Wie sieht der perfekte Busen heute aus?
Auch den gibt es nicht. In den USA sind grössere Brüste gefragt als in Europa. Ich finde Körbchen B, C ist eine ideale Grösse, auch aus praktischen Gründen: Damit kann man alle Kleider anziehen und findet überall eine grosse Auswahl an BHs. Wenn eine Kundin riesige Brüste will, weise ich sie unter anderem darauf hin, dass sie nähen können muss oder genug Geld für Kleider nach Mass benötigt.

Welchen Körperteil operieren Sie heute, der vor 20 Jahren kein Thema war?
Die Schamlippen. Oft kommen ganz junge Frauen ab 16 in die Sprechstunde, die ihre Schamlippen zu gross oder hässlich finden. Sie sind völlig verunsichert, haben keine Ahnung, dass eine Vulva so individuell wie ein Mund oder eine Nase ist. Oder der erste Freund, der den weiblichen Körper nur von Pornos kennt, findet: Dort siehts anders aus. In diesen Fällen geht es in erster Linie darum, die Mädchen aufzuklären. Operiert werden sie nicht.

Welche Frauen werden schliesslich operiert?
Frauen ab 35, deren Schamlippen sich nach der Schwangerschaft und Geburt verändert haben. Und dann gibts die saublöden Männer, die der Frau im Streit sagen: Und deine Vulva ist so hässlich! Viele Frauen schreiben mir, sie seien seit dem Eingriff viel entspannter, würden im Schlafzimmer nun das Licht anlassen. Das finde ich super. Alles, was Freude macht, ist sinnvoll.

Gab es in all den Jahren eine modische Strömung, die Ihren Beruf besonders beeinflusst hat?
Das war sicher die Realityshow mit den Kardashians. Die Schwestern sind ja quasi die ersten Influencerinnen und inspirierten Millionen junger Frauen, sich in den sozialen Medien zu verkaufen. Mit Kim Kardashian kamen die Monsterbrüste, die extrem schmale Taille, das extrem breite Gesäss und die grossen Lippen – dass dies zuweilen grotesk aussieht, ist diesen Frauen egal. Hauptsache, sie bekommen die gewünschte Aufmerksamkeit.

Kürzlich ist eine Influencerin aus Mexiko an den Komplikationen nach einer Po-Straffung, dem sogenannten Brazilian Butt Lift, gestorben. Werden die Gefahren einer Schönheitsoperation unterschätzt?
Eindeutig. Eine Operation ist nicht wie Photoshop. Da muss man als Ärztin gnadenlos aufklären. Eine Operation kann im schlimmsten Fall tödlich sein. Aber das hält die wenigsten jungen Frauen davon ab – sie sind viel mehr auf sich konzentriert als noch vor 20 Jahren.

Die Gewinnerin der letzten «Bachelor»-Staffel, eine 22-jährige Influencerin, liess ihre Follower über Instagram an ihrer Brustvergrösserung teilhaben. Hätten Sie dabei mitgemacht?
Die «Bachelor»-Kandidatin kommt nicht zu mir. Die hat zu Recht den Eindruck, dass ich diese inszenierte Obsession mit dem eigenen Körper nicht nachvollziehen kann. Generell sind die jungen Frauen heute viel mehr auf ihr Äusseres fixiert als noch vor 20 Jahren.

Auf welche Eingriffe verzichten Sie?
Bei mir gibts kein Volltuning. Implantate für die Waden oder den Hintern lehne ich ab. Brustimplantate sehen beim Mann immer scheusslich aus. Für eine breitere Brust soll er Hanteln stemmen. Und ich mache keine Haartransplantationen. Dazu braucht es eine spezielle Persönlichkeit. Man muss ein absoluter «Tüpflischiisser» sein, ganz, ganz genau arbeiten, sonst sieht mans sofort.

Brustverkleinerungen bei Männern (Gynäkomastie) haben weltweit zugenommen. Es scheint, dass Männer vermehrt Brüste haben – wie kommt das?
Drei Ursachen können zu sogenannten «man boobs», einer verweiblichten Brust, führen: Anabolika, Bier, Kiffen. Wenn das hormonelle Gleichgewicht gestört wird, kann dies das Brustwachstum begünstigen. Unter meinen Patienten sind viele Bodybuilder. Und immer öfter Marihuana-Konsumenten – allerdings liegen hier kaum Studien vor, weil Gras noch vielerorts illegal ist.

Sind Sie persönlich rundum zufrieden mit Ihrem Aussehen?
Überhaupt nicht! Ich denke immer mal wieder, es wäre an der Zeit für ein strafferes Gesicht. Aber es ist mir noch nicht wichtig genug. Die Oberlider habe ich machen lassen, und ich habe Hyaluron und Botox gespritzt.

Selbst gespritzt?
Ja, ich und der Spiegel. Die sogenannte Merkel-Falte habe ich mir auch schon eigenhändig weggemacht. Alle wollen diese Merkel-Falte loswerden – nur das Original steht dazu. Man stelle sich vor, Frau Merkel hätte plötzlich ein Facelift machen lassen. Das gäbe die fette Schlagzeile! Wenn sie weiterhin ernst genommen werden will, muss sie genau so weitermachen wie bisher: immer die gleichen Hosenanzüge, dieselbe Frisur und mit Merkel-Falte. Eine tolle Frau!

Über das Gesicht des neuen US-Präsidenten wird (noch) nicht geredet – dabei ist hier schon einiges gestrafft worden, oder?
Ich denke, da wurden verschiedene Behandlungen gemacht. Ich möchte die Arbeit anderer aber nicht kommentieren.

Sie sind die Tochter eines Schweizers und einer schwarzen US-Amerikanerin – was bedeutet Ihnen Joe Bidens Sieg?
Biden ist mir nicht so wichtig. Was wirklich zählt, ist die Abwahl von Trump, das ist eine unendliche Erleichterung. Als Frau, als farbige Frau finde ich es grossartig, dass Kamala Harris Vizepräsidentin ist.

Die Amerikaner reden offen über Schönheitsoperationen. Stehen die Schweizerinnen und Schweizer inzwischen auch dazu?
Nein. Darüber spricht man nach wie vor nicht. Und deshalb grüsse ich meine Kundschaft auf der Strasse prinzipiell nie. Es soll niemand in Verlegenheit geraten und erklären müssen, warum sie oder er mich kennt.

Das optimierte Gesicht

SRF DOK, 21. Januar 2021
Das optimierte Gesicht – Von Botox, Fillern und Facelifts
Zum Beitrag (Video SRF DOK, externe Seite)

Schweizerinnen und Schweizer sind weltweit an der Spitze punkto Schönheitsbehandlungen. «DOK» begleitet Menschen auf dem Weg zum Eingriff. Was steckt hinter der Selbstoptimierung? Die Suche nach mehr Schönheit, mehr Glück oder das Ausblenden der eigenen Vergänglichkeit?

Beim Blick in den Spiegel kommt bei vielen Schweizerinnen und Schweizern offenbar der Selbstwert ins Wanken. Zu hässlich, zu schlaff, zu alt. Viele sehen Handlungsbedarf. Laut der Gesellschaft Swiss Plastic Surgery werden in der Schweiz pro Jahr schätzungsweise rund 90’000 Schönheitsoperationen durchgeführt.

Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle sieht den Kern des Problems nicht im Verlust von Jugend und Attraktivität, sondern im verkrampften Umgang mit der natürlichen, altersgemässen Veränderung und fehlender Sinnbezüge im Leben. Baumann-Hölzle: «Wir probieren damit unsere Vergänglichkeit auszublenden. Die Oberfläche wird immer wichtiger. Und das, was unter der Oberfläche passiert, kommt immer weiter aus dem Blick.» Sie fragt sich, was denn am Schluss das Ziel des Lebens sei: eine schöne Visage oder ein gelebtes Leben?

Oft begründen Patientinnen und Patienten ihren Entscheid für eine Schönheitsoperation damit, dass sie besonders ästhetisch orientierte Menschen seien. So auch Maria Müller. Ihr Hals ist schlaff, sie nennt ihn Trutenhals. Sie stört sich an ihm und legt sich darum mit 70 Jahren unters Messer. Sie fühlt sich nicht so alt, wie es auf dem Papier steht.

Anita Bucher ist 50 Jahre alt. Sie findet, ihre Augenlider würden mehr und mehr hängen, und entscheidet sich deshalb für eine Straffung. Um noch einen Tick frischer auszusehen, lässt sie ihr Gesicht zusätzlich mit Eigenfett und Botox aufspritzen.

Mit Botulinumtoxin abgeschlossen hat die ehemalige Miss Schweiz und Komikerin Stéphanie Berger. Die 43-jährige sagt: «Du kannst das Gesicht mit Botox nicht mehr bewegen, das ist ein schräges Gefühl. Als die Wirkung nachgelassen hat, war es wie eine Befreiung. Mein Gesicht darf leben. Eine Lebendigkeit im Gesicht ist mir viel wichtiger als irgendwelche Falten.»

In der Beautyszene gilt Botulinumtoxin als die Waffe schlechthin gegen Falten. Laut Sascha Dunst, Facharzt für Plastische Chirurgie, soll man damit beginnen, bevor sich Falten entwickeln. Nun hat die deutsche Neurowissenschaftlerin Charlotte Baumeister in einer Studie herausgefunden, dass Botulinumtoxin neben der Lähmung der Gesichtsmuskulatur auch noch einen anderen Effekt hat: Es lähmt unsere Emotionen. Welchen Preis sind wir bereit zu bezahlen, um dem Feind Alter Paroli zu bieten?

Dem Altern will man sich nicht kampflos unterwerfen. Der eigene Schönheitsverlust ist für viele eine zermürbende Angelegenheit. Durch eine Schönheitsbehandlung erhofft man sich Besserung. Aber: Keiner soll es merken. Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle: «Ich vergebe mir dadurch auch die Möglichkeit, mich überhaupt mit dem Prozess der Vergänglichkeit auseinander zu setzen. Ein Prozess, der mit viel Loslassen zu tun hat. Dieser Prozess bereitet mich letztlich auch auf das Sterben vor.»

Nachfrage nach Botox steigt stark an

Berner Schönheitsärzte behandeln deutlich mehr Leute, die jünger aussehen möchten. Ein Grund dafür seien die vielen Online-Meetings.


Ganzen Artikel lesen (Website Berner Zeitung)

Schönheits-OP: Homeoffice und Maske kommen wie gerufen

Das Interesse an Operationen im Gesicht ist derzeit besonders hoch. Schweizerinnen und Schweizer nutzen die Pandemie für Schönheits-Eingriffe.

Ganzen Artikel lesen (Website Berner Zeitung)

Wegen Corona: Schönheitsoperationen so beliebt wie noch nie

Mehr Zeit und mehr Geld führen offenbar zu mehr Schönheitsoperationen. Das behaupten zwei Berner Chirurgen. Es gäbe viele Gründe für diesen Boom, so zum Beispiel das Tragen einer Maske oder Homeoffice.

Ganzen Artikel lesen (Website Telebärn)

Botulinumtoxin A-Antifaltenbehandlung ist antidepressiv wirksam

Bericht aus dem «Journal of applied Aesthetics».
Ganzen Artikel lesen (Website kosmetischemedizin-online.de)

1 Jahr Dr. med Hyunju Kim Haemmig in der Klinik im Spiegel!

Bericht über die Klinik im Spiegel in der «annabelle»

Bericht aus der Ausgabe 10/19.
Zum Artikel (PDF)

Radio Energy Bern

Quentin Tarantino – «Once Upon a Time in Hollywood»

Dr. med. Andreas Tschopp live auf Radio NRJ zum Thema «Aussehen wie ein Hollywood-Star».

Botox gegen Falten, die es nicht gibt

Hilft Botox am besten, wenn man eigentlich noch gar nichts zu glätten hat? Die Anzahl der sehr jungen Nutzer steigt gerade. Ist das sinnvoll?
Einfach nie wieder lächeln und bloss nicht die Stirn runzeln. Das könnte die eine Strategie sein, um sich ein jugendliches Gesicht ohne Falten und Furchen zu bewahren. Die andere Strategie: Sich das erste Dutzend Botox-Spritzen schon zum Abi wünschen. Beides dürfte zum Erfolg führen. Denn natürlich graben sich Lach- und Ärgerfalten mit jeder Bewegung der mimischen Muskulatur ein paar Millionstel Mikrometer tiefer ins Gesicht.

Und wenn man die Stirn nicht runzelt oder sie gar nicht mehr runzeln kann, weil das Nervengift Botox die entsprechenden Muskeln lähmt, dann bleibt das Gesicht zweifelsohne glatt. «Das funktioniert», sagt Constance Neuhann-Lorenz, Plastische Chirurgin in München und Autorin des Kapitels über Botox im wichtigsten Lehrbuch der Plastischen Chirurgie. Statt also mit 40 erschrocken in den Spiegel zu gucken und den Kampf gegen das Altern an breiter Front aufzunehmen, ist es, ganz nüchtern betrachtet, gewiss effektiver, die Falten erst gar nicht entstehen zu lassen. Und schliesslich ist «Vorbeugen statt Behandeln» doch auch sonst ein sinnvolles Prinzip in der Medizin. Oder?

«Viele stellen sich die Frage, ob und zu welchem Zeitpunkt man mit der Prävention beginnen sollte.»
Jan Nebendahl, Dermatologikum Hamburg

Für immer mehr Frauen und Männer jenseits der 40 gehört Botox jedenfalls zum Leben wie Haarefärben und Fussnägellackieren. Daran hat sich die Öffentlichkeit längst gewöhnt und einen geschulten Blick auf die Stirn von auffallend glatt erscheinenden Leuten entwickelt: Bewegt sich da noch was? Nein? Na klar, Botox... Tatsächlich aber schiebt sich das Einstiegsalter für Botox langsam nach unten. Dermatologen und Schönheitschirurgen finden zunehmend völlig faltenfreie Menschen in ihren Sprechzimmern vor, die nicht, wie es diese Altersgruppe früher tat, wegen ihrer vielen Pickel kommen, sondern vor allem eines wollen: Botox-Spritzen, um faltenfrei zu bleiben.

Der Trend kommt, wie so oft, aus den USA. Das sagt Jan Nebendahl vom Dermatologikum in Hamburg. In den Staaten gibts bereits zahlreiche junge Botox-Junkies, angelockt durch zweifelhafte Vorbilder wie die zum Kardashian-Clan gehörende Kylie Jenner, Jahrgang 1997, eine bekennende Botox-Userin. Die Wirkung des postpubertären Botox-Gebrauchs wurde dort sogar schon wissenschaftlich untersucht. Bereits 2006 berichtete William Binder von der University of California in Los Angeles von einem eineiigen Zwillingspärchen. Eine der 38 Jahre alten Frauen hatte sich 13 Jahre lang regelmässig Botox-Spritzen setzen lassen, die andere hatte die Prozedur nur zweimal in ihrem Leben gewagt. Das stand ihr ins Gesicht geschrieben. Sie sah deutlich älter aus als ihre gebotoxte Schwester, hatte mehr horizontale Stirnfalten und mehr Krähenfüsse an den Augen. Seit solchen Berichten «stellen sich viele die Frage, ob und zu welchem Zeitpunkt man mit der Prävention beginnen sollte», sagt Nebendahl.

Es gibt auch andere Lösungen
Rechtlich ist die Behandlung des Nichts jedenfalls kein Problem. Sie ist ab der Volljährigkeit erlaubt, wenn der Patient über Nebenwirkungen aufgeklärt ist. Aber ist es auch sinnvoll? Oder könnte man dem Alter auch anders begegnen? Constance Neuhann-Lorenz behandelt jedenfalls nur Patienten, bei denen schon Falten da sind. «Es gibt Menschen, die bereits in jungem Alter mit sehr tiefen Zornesfalten geschlagen sind», sagt sie. Dann hält sie – nach eingehender Beratung – eine Spritzenkur für angemessen. Junge Menschen mit glattem Gesicht? «Die behandeln wir nicht», so Neuhann-Lorenz, das sei eine Übereinkunft in der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, der sie angehört. Prävention sei in der Medizin ein wertvolles Prinzip. «Aber hier geht es ja nicht um eine Krankheit. Falten sind doch etwas anderes.»

Ohnehin gibt es sinnvollere Wege, länger jünger auszusehen. Auch das zeigten Studien mit eineiigen Zwillingen. Zehn bis 20 Stunden an der Sonne pro Woche lassen einen Zwilling vier bis elf Jahre älter aussehen als den anderen. Jede Dekade, die ein Mensch raucht, beschleunigt sein Altern um 2,5 Jahre. Und, das ist nun in jedem Fall für die Seele so entspannend wie Botox für die Stirnmuskeln: Man sieht ebenfalls um Jahre jünger aus, wenn man im Alter ein paar Pfund mehr auf den Rippen hat.dsaf

Zum Artikel
 (externer Link auf #12 App (TA Media)

Hart im Cremen

Kosmetik an den Mann zu bringen, ist heikel. Er soll sich ja nicht verweichlicht fühlen. Die Branche reagiert mit überzeichneter Maskulinität – und wächst.
Zum Artikel (externer Link auf #12 App (TA Media)

Attractive-Aging für den Mann

Wann ist ein Mann ein Mann? Stehen Sie zu Ihren Falten und den ersten grauen Haaren und sehen Sie mit unseren Attractive-Aging-Tipps so alt aus, wie Sie sich fühlen. Sport, Sexualität und Ernährung sind einige Faktoren, die das Altern verlangsamen können - wir geben Ihnen Anti-Aging Tipps, bei denen Sie sich rundum wohl in Ihrer Haut fühlen.

Richard Gere hat ihn, Til Schweiger hat ihn und auch Gerard Butler hat ihn: Diesen unverwüstlichen Echte-Männer-Charme. Denn erst mit der ein oder anderen Falte hat Til Schweiger sich in zahlreiche Frauenherzen gespielt und auch George Clooney kommt seit seinen grauen Schläfen und dem regelmäßigen Dreitagebart so richtig gut an. Warum auch nicht? 

Die richtige Hautpflege

Schließlich heißt es nicht ohne Grund, dass Männer im Alter immer attraktiver werden, während an Frauen die Zeichen der Zeit nagen. Pflegen Sie Ihre Haut nach der Rasur dennoch mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme mit Lichtschutzfaktor. Und beugen Sie gegen Rasurbrand vor, indem Sie Produkte mit Aloe Vera benutzen. 

Halten Sie außerdem Ihren Bart stets gestutzt und in Form, zum Beispiel mit einem Barttrimmer. Ein Dreitagebart muss auch gepflegt und die Konturen immer in Form gehalten werden. Dasselbe gilt übrigens für Ihre Brusthaare - denn der Einzige, der mit dem Gänsehaut-Look aus Goldkettchen eingebettet in grauem Brusthaar Erfolg hatte, nennt sich Flavio Brigiatore - und dem sollten Sie nun wirklich nicht nacheifern. Obwohl eine befriedigende Partnerschaft angeblich jung hält und vor Einsamkeit schützt. 

Ganzen Artikel lesen (Website t-online.de)

Schönheitsoperationen bei Männern

Gesundheitsmagazin PULS auf SF1, 03. September 2007

Sponsoring

Sponsoring der Ausstellung «Biodiversity»
Die Klinik im Spiegel sponsert das Plakat des Berner Künstlers Claude Kuhn im Rahmen der Ausstellung «Biodiversity 2010».

SFK Wissenswert, Ausgabe 5/2008

Bruststraffung, Bauchstraffung und andere körperformende Eingriffe
Die Plastische Chirurgie hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl wirksamer Techniken entwickelt, um mit möglichst kurzen und unscheinbaren Narben die Haut an den Problemzonen zu straffen und eine schöne Form wiederherzustellen.

Operieren in der Grauzone

Der kleine Bund, 02. Februar 2008
Die Nasen von Syphilis-Kranken herrichten, die zerstörten Gesichter von Kriegsopfern retten: Plastische Chirurgie gibt es schon lange. Doch heute hat sie es mit Kunden zu tun, die sich Dinge wünschen wie «philosophische Augen». Wie weit gehen die Chirurgen? Und bis wohin folgt ihnen die breite Masse?

Schatz, du machst es ja sowieso

Artikel über Schönheitschirurgie aus Sicht der Patienten; SIE + ER, Sonntagsblickmagazin Nr. 8 / 19.02.2006
Sich der Schönheit zuliebe unters Messer legen: Immer mehr Frauen tun es, und immer öfter auch Männer. Nach ewiger Jugend streben dabei die wenigsten. Und «geliftet» aussehen möchte man schon gar nicht. Nur hübscher. Gerade so viel, dass es alle merken, aber niemand ans Skalpell denkt.

Aesthetische Gesichtschirurgie

Am Puls der Medizin
(Zeitschrift der Privatklinikgruppe Hirslanden), Nr. 1/2006
In unserer Zeit befasst sich die Plastische Chirurgie neben den rekonstruktiven Eingriffen zunehmend mit ästhetischen Operationen im Gesicht. Die häufigsten Eingriffe sind die Nasenplastik, Lidkorrekturen und das Facelifting.

Der Natur ein bisschen nachgeholfen

Der Bund vom 13. Juli 2004
Vor der Operation plagten sie Albträume: Was, wenn der Körper die Implantate abstösst? Wie wird der Körper aussehen, wenn sie aus der Narkose erwacht? Jetzt, ein halbes Jahr nach ihrer Brustvergrösserung, hat die 30-Jährige das Gefühl, als ob sie immer so ausgesehen hätte.

Gesundheit & Wellness - Brustvergrösserung

Drehscheibe Bern- das Berner Magazin Nr.3/2004, Juni 2004
Die grosse Resonanz der früheren Artikel über nicht-chirurgische ästhetische Behandlungen (Ausgabe 2/2004) hat «Drehscheibe-Bern» bewogen, den Plastischen Chirurgen Dr. Andreas Tschopp von der Klinik im Spiegel auch über die chirurgischen Eingriffe zu befragen. 

Spieglein, Spieglein, an der Wand..

Beauté information

Die Tendenz in der Ästhetischen Chirurgie geht heute eindeutig in Richtung eines natürlichen Aussehens. Die Methoden entwickeln und verfeinern sich ständig. Die Eingriffe werden immer komplexer. Der Anspruch auf ein Resultat, das von der Umwelt nicht wahrgenommen werden soll, wird immer wichtiger; und dies ganz im Gegensatz zu den erstarrten Gesichtszügen der vergangenen Jahrzehnte...

Interview über Aesthetische Chirurgie

Drehscheibe Bern - das Berner Magazin Nr. 4/2003, September 2003

Wo liegt die Grenze zwischen rekonstruktiver Chirurgie und ästhetischer Chirurgie?  Wie findet der Patient den ihm zusagenden Chirurgen?

Interview mit Herrn Dr. med. Andreas C. Tschopp

Vater und Sohn im Dienste der Schönheit

Woman's beauty- das Magazin für die Schönheit, Ausgabe August 2003
Die Klinik im Spiegel ist nicht nur eines der modernsten Zentren für Plastisch-ästhetische Chirurgie in der Schweiz, sondern wohl auch eines der aussergewöhnlichsten: Nicht die sterile Klinikatmosphäre dominiert im glanzvollen Jugenstilhaus nahe Bern, sondern gediegene Behaglichkeit in historischen, denkmalgeschützen Räumen. Und was die Namen der beiden leitenden Ärzte betrifft, so kann es durchaus mal zu Verwechslungen kommen, denn in der Klinik im Spiegel praktizieren Vater und Sohn Tschopp gleichermassen.

Spital ohne Spitalatmosphäre

Handelszeitung vom 2. Juli 2003

Privatspitäler – die kommenden Reformen im Schweizer Gesundheitswesen haben teils gravierende Auswirkungen auf die rund 130 Privatkliniken in der Schweiz – was diese oft unterschätzen.

Schönheit im und aus dem Spiegel

Der Bund vom 17. März 2003
Wohlgeformte Schenkel, harmonische Nase, flacher Bauch und ein bildschöner Busen: Wer von Mutter Natur weniger hübsch ausgestattet wurde, als einem lieb ist, kann den – oder die – Fehler neu in der «Klinik im Spiegel» korrigieren lassen.

Jede Operation birgt Risiken

Berner Zeitung vom 11. März 2003
Rund 60 ästhetische Operationen hat der plastische Chirurg Andreas Tschopp in seiner neuen Klinik im Spiegel bereits durchgeführt. Mit der BZ hat er darüber gesprochen, wo für ihn die Grenzen liegen.

Schönheit im Spiegel

Beauty Science (Magazin über Ästhetische Chirurgie), Dezember 2002
Die herrschaftliche Villa erstrahlt in neuem Glanz. Die sanfte Renovation und die Integration einer Klinik auf dem neuesten Stand bieten einen äusserst luxuriösen Aufenthalt. Grossen Wert wurde auf den Erhalt des Interieurs gelegt und gekonnt mit modernen Stilelementen veredelt. Die Klinik im Spiegel wird von Dr. med. Andreas C. Tschopp geführt und bietet ein umfassendes Angebot der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie

Neu: Schönheitsklinik im Spiegel

Berner Zeitung vom 12. November 2002
Seit letzter Woche wird in einer denkmalgeschützten Villa im Spiegel im Dienste der Schönheit operiert. Der mit modernster Technik ausgerüstete Operationssaal im Untergeschoss der Villa steht bereit für Nasenkorrekturen, Lidstraffungen, Brustvergrösserungen oder Fettabsaugen – kurz: für die Beseitigung aller Unzulänglichkeiten, die an einem Frauen- oder Männerkörper so vorkommen können.