Blog November 2018

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Botulinumtoxin und Depressionen

Es ist bekannt, dass Botulinumtoxin sehr vielfältig eingesetzt werden kann. Den meisten Leuten kommt zuerst die Faltenbehandlung in den Sinn. Aber Botulinumtoxin kann auch für übermässiges Schwitzen, chronische Migräne und bei Muskelspasmen (Muskelkrämpfe) jeglicher Art (z.B. Spasmen bei der Speiseröhre, Anus, Blase, Gesichtsspasmen, Extremitäten) erfolgreich eingesetzt werden.

Mit Interesse habe ich verfolgt, was Dr. Mark Nestor vom Center for Clinical and Cosmetic Research in Aventura, Florida in der Herbstsession der Clinical Dermatology Conference 2018 in Las Vegas gesagt hat.

Zitat Dr. Nestor: „Botulinumtoxin ist sicher, minimal invasiv und hat sowohl klinische wie auch kosmetische Vorteile.“

Weiter sagt er folgendes über den Facial Feedback-Mechanisumus von Botulinumtoxin, was man als ‘Gefühlsansteckung’ übersetzen kann:
„Wenn die Glabellaregion (Zornesfalte) behandelt wird, hat man einen weniger bösen und negativen Ausdruck und ist auch zufriedener im Sinne der Gefühlsansteckung. Ist man von Personen umgeben, die weniger die Stirne runzeln und böse reinschauen, runzelt man selber weniger und ist auch weniger mit negativen Emotionen beladen. Wenn man von verärgerten grimmigen Personen umgeben ist, übernimmt man eher diesen Ausdruck. Hat man zufriedene und lachende Menschen um sich, fühlt man sich automatisch besser.  Das hat natürlich einen grossen Einfluss auf das Sozialleben und in der Arbeitswelt.“

Kommt dazu, dass man mit sich selbst wohlwollender umgeht, wenn einem beim Blick morgens in den Spiegel ein fröhliches Gesicht entgegenlacht…
Natürlich ist Glück und Zufriedenheit nicht nur abhängig von Botulinumtoxin, aber es kann einen Beitrag dazu leisten.

Wie so oft im Leben liegt die Kunst im Mass: Botulinumtoxin ist ein wenig wie Schminke, entweder ist es richtig dosiert und aufgetragen und bereitet Freude - oder man kann es einfach übertreiben. Heisst natürlich nicht, dass Behandlungen mit Botulinumtoxin nur den Frauen vorbehalten sind.

Darum, be relaxed and keep smiling  :-)  mit oder ohne Botulinumtoxin :-)

Dr. med. Hyunju Kim Haemmig
Fachärztin für Plastische- Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie FMH


Blog Oktober 2018

Schweiz am Wochenende, Oktober 2018: "Einmal dicke Lippe, bitte"

Blog Oktober 2018

„Einmal dicke Lippe bitte“, hiess es neulich in der Oktoberausgabe 2018 von Schweiz am Wochenende. Dabei wurde der zunehmende Trend zur Lippenvergrösserung mit Hyaluronsäure insbesondere bei jungen Frauen unter die Lupe genommen. Die zahlreichen Instagramer als Vorbild wünschen sich die Frauen volle Lippen. Das Budget spielt dabei sicherlich eine wichtige Rolle und offenbar gibt es bereits Billigangebote über deindeal.ch. Leider gibt es immer wieder Fälle, nicht nur in den Medien (letztes Jahr musste ein Kosmetikstudio in Bern schliessen, wo nicht ausgebildete Kosmetikerinnen Hyaluron injizierten...) mit Komplikationen oder missratenen Lippen.

Wichtig ist es deshalb den Eingriff bei erfahrenen und ausgebildeten Fachärzten durchzuführen. Auch in unserer Klinik konnten wir die Erfahrung machen, dass die Verschönerung der Lippen mit Hyaluron zunehmend gefragt ist. Wie ich erst gerade kürzlich an einer Fortbildung bestätigt bekommen habe, kann das Aufspritzen je nach Wahl des Produktes einen wunderbaren „glossy effect“ machen. Konkret- niemand wird es merken, dass ein Schönheitseingriff durchgeführt wurde, aber die Lippen haben den speziellen Glow, dh. den Lipglosseffekt. Das ist insbesondere interessant für Frauen, die sich eine natürliche Lippenvergrösserung wünschen ohne gleich künstlich auszusehen.

Fazit: in erfahrenen Händen kann die Sache mit der „dicken Lippe“ zu einer sehr schönen Lippe führen!


Dr. med. Hyunju Kim Haemmig
Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie FMH